Ein Schiffstagebuch

Letze Aktualisierung:

28.6.2021

MMSI   211251200

Rufzeichen: DD 9620

Logbuch 2020

02.09.2020

Nach dem Ende der entspannten Wochen an Bord mit Angelika wurde es erst mal wieder ruhig auf dem Schiff. Ich war noch mal kurz da, dann kamen im August unsere Tochter Kerstin mit Felix und unserem Enkelchen Ella und wohnten für ein paar Tage an Bord. Ich hatte für Ella extra eine neue Rettungsweste gekauft - Sicherheit an Bord ist das oberste Gebot! 

Die Drei haben sich anscheinend sehr wohl gefühlt, als ich sie abholen musste, wären sie gerne noch etwas in Barth geblieben. Kann ich nur zu gut verstehen.

Erst Ende August war ich wieder an Bord, um noch mal einen kurzen Törn mit „Meister Eggat“ zu unternehmen. 

Es sollte 31. 8. um 6:35 losgehen. Erstes Ziel war das Wiek auf Rügen, wo wir um 11:15 im Hafendorf fest waren. Nach kurzer Hafenerkundung und Anmeldung ging es mit den Rädern Richtung Kap Arkona. In Altenkirchen liegt das Lokal Klabautermann, ein besonders von Fahrradtouristen stark angelaufenes Lokal. Dort war die Gulaschsuppe das Mal unserer Wahl, wollten wir uns doch die Hauptmahlzeit für den Abend in Wiek vorbehalten. (Weil: kein Bier vor Vier!) Nach der Stärkung ging es an der Küste weiter durch das kleine, wunderschöne, aber völlig überlaufene Fischerdorf Vitt zum Cap Arkona. Auch dort das gleiche Bild: alles rammelvoll mit Besuchern. Wir haben uns auf einen kurzen Rundgang beschränkt, die Leuchttürme hatte ich schon vor Jahren erkundet und so traten wir alsbald die Heimfahrt zum Schiff an. 

Es war schon späterer Nachmittag, es wurde an Bord noch etwas geklönt und dann ging es auf Nahrungssuche in dem überschaubaren Ort Wiek und siehe da : auch hier war alles bereits reserviert, bis uns dann jemand den Tipp gab, es mal im Restaurant des Hotels Alt Wittower Krug“ zu versuchen. Siehe da, das war ein toller Tipp, das Essen (geschnetzeltes Schweinefilet mit Berner Rösti) und der Service waren top und noch besser, es gab ein wunderbares bayrisches Helles vom Fass. Zufrieden mit uns und der Welt ging es an Bord zurück.

Am 1.9. tuckerte die YUKON LOU ganz gemächlich ab Wiek mit Ziel Neuendorf auf Hiddensee, wo wir um 10:30 fest waren und uns auch hier wieder einen altersgerechten ruhigen Tag gönnten.

Zunächst ein Besuch bei Strandkorb Rudi, der seine Bude noch auf hatte. Rudi hatte tatsächlich meinen Adapter für das Landstromkabel, welches bei unserem letzten Besuch im Sommer 2018 in sträflicher Weise von einem unachtsamen Crewmitglied dort zurückgelassen worden war, für mich aufbewahrt. Rudi hat es gleich aus seinem Haus hinter dem Deich geholt und ich hatte das gute Stück wieder (immerhin war es von Menneckes und hatte bereits 21 Jahre, also von Anfang an, bei mir an Bord gelebt.

Am Abend noch einmal zum Strand rüber, der Hiddenseesonnenuntergang läßt einen nicht los, dann an Bord geklönt.

Der letzte Hafen auf diesem Törn sollte Stralsund sein.



02.09.2020

02.09.2020

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