YUKON LOU

Schiffstagebuch

 

Wieder nach Barth

So kam dann der 7.5.2018 und die YUKON LOU machte sich wieder auf den Weg nach Barth. Wie so oft begleitet mich Pinne (der Maat mit dem Doppelknoten). Auslaufen ist 10:30 und wir sind bei ruhiger Fahrt um 17:20 in Warnemünde. Die alten Steganlagen am an der Ostseite im Alten Strom sind alle weggerissen worden und sollen nun durch Neue ersetzt werden. So machen wir im Hafen der  Segelschule am Alten Strom fest.

 

Wir bleiben einen Tag in Warnemünde mit den üblichen Besuchen bei Doc im Coaast Rock, im K15 zum Mecklenburger Schmorkohl, Staropramen Granat im Wenzels und natürlich das Frühstück im Seglerheim. Gebunkert wurde auch in Warnemünde am Alten Strom, da unsere Station in Travemünde angeblich geschlossen worden sein soll, sie war jedenfalls zu und mein Anruf wurde barsch abgeledert "man wisse noch nicht, ob überhaupt mal wieder eröffnet werde, bei den ganzen Auflagen macht das alles keinen Spaß mehr...  "??? noch Fragen?

 

Am 9.5 geht es bei ruhiger See um 5:00 los, bereits 8:20 wird Darsser Ort gerundet. Immer wieder genieße ich das langsame in Sicht kommen des Leuchtturmes und des hohen Funkmastes, die bei am Darsser Ort stehen. Ein sich über 2 Stunden hinziehendes Prozedere, verbunden mit dem tollen Gefühl, bald wieder in diesem wunderbaren Revier zu sein. Dann das mit fast 90 Grad auf Hiddensee Zulaufen, an Steuerbord die in der Ferne parallel zum Kurs verlaufende die Küste von Zingst. Der mächtige Kirchturm von Barth ist eine Zeitlang zwischen den Bäumen ganz weit hinter der Küstenlinie zu erkennen, aber er verschwindet dann wider für einige Stunden aus dem Blickfeld, da wir ja bis zum Gellenstrom vor Hiddensee müssen, um von dort dann bei Barhöft in die Boddengewässer einlaufen zu können. Ich sage nur immer wieder: Durchstich bei Zingst und Barth findet zu alter Blüte zurück!

 

11:35 passiern wir Barhöft, laufen durch das vertraute Revier am Bock und die endlose Tonnenreihe der Barther Zufahrt in den Grabow, um dann endlich um 13:20 in Barth anzukommen.

 

Dort werden wir herzlich durch die Hafenmeisterin Frau Schuldt begrüßt. Sie freut sich, das wir wieder da sind. Leider gibt kurz nach dem Anlegen ein Magnetventil der Toilettenanlage seinen Geist auf. Baue es sofort zur Schadensanalyse aus. Da ist tatsächlich ein Teil gebrochen, damit ist es so nicht mehr zu gebrauchen. Sofort bei Lingrön nachgefragt, die haben leider auch nichts auf Lager und so habe ich bei Nils in Travemünde angerufen, er hatte natürlich so etwas im Lager und hat es gleich auf die Post gegeben. Der Einbau erfolgte dann dierkt nach Ankunft einige Tage später.

 

Wir bleiben noch ein paar Tage in Barth, unternehmen viel mit den Birdys. So geht es am Herrentag mit dem Rad zu dem neuen Hafen von Dabitz, der nun fertiggestellt ist. Ein Superwasserwanderplatz in der Mitte vom Nichts, dank großzügiger Finanzhilfen von Bund und EU. An diesem Tag war Hafenfest mit den üblichen Veranstaltungen wie: Grillen, Bierbude und der unvermeidliche DJ, der einen Gassenhauer (Mamor , Stein und Eisen ....) nach dem anderen rauskloppte. Nach Einnahme einiger Getränke und dem Verzehr der obligaten Thüringer ROstbratwurst ging es mit den Rädern zurück nach Barth, wollten wir doch auch noch mal auf der GRANITZ nach dem Rechten sehen.

 

Haben dort noch einige nette Stunden verbracht, in denen etliche Menschen, die vorher in Dabitz am Hafen waren, ebenfalls hier aufschlugen.

 

 

Am folgenden Tag war ebenfalls wieder traumhaftes Wetter, so das wir auch wieder mit den Rädern unterwegs waren. Diesmal ging es durch Felder und Wiesen nach Divitz. Dort wollten wir uns das alte Schloss ansehen, in dem der im letzten Jahr verstorbene "Käpten Ahab" (Ingo) vom hinter der GRANITZ liegenden Kutter 20 Jahre gehaust hat.

 

Das Schloss war in einem absolut desolaten Zustand. Kaum zu glauben, das hier bis vor einem Jahr noch Leute gewohnt haben sollen???!!!???

Schade um das Anwesen, aber das kann man nur mit ganz viel Phantasie, know how und noch mehr Kohle erhalten, rekonstruiert oder sonst was werden.

 

So vergingen die Tage in Barth wie im Fluge, hier noch ein paar Bilder und dann mussten wir wieder nach Travemünde zurück, stand doch die nächste rentnermäßige Großverstaltung ins Haus.

 

Wir, das waren Angelika und ich, Pinne und Heike sowie meine Schwester Birgitt und ihr Mann Michael hatten erstmals eine Kreuzfahrt gebucht, wenn auch nur recht kurz über 6 Tage von Hamburg nach Hamburg über Guernsey und Southampton. Es war eine Rockkreuzfahrt mit Peter Maffay und Band. Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen, doch will ich mich hier nun nicht auch noch über das Thema auslassen, bleiben wir an Bord der YUKON LOU.

 

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